Unsere bunte Vogelwelt
  Körnerfutter
 
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Vogelfutter muss kühl, trocken, dunkel und luftig gelagert werden. Riecht das Futter muffig, ist es von Futtermilben befallen und sollte nicht verfüttert werden!

Die weitverbreitete Meinung, dass Körnerfresser ausschließlich vegetarisch ernährt werden brauchen, ist falsch! Außerdem ist ein Futterangebot abzulehnen, das jahreszeitliche Schwankungen nicht beachtet, da es hierdurch zu Stoffwechsel- und Fortpflanzungsstörungen kommen kann. Die handelsüblichen Futtermischungen für Körnerfresser (Kanarienvögel, Wellensittiche) setzen sich aus Pflanzensamen zusammen, die im wesentlichen Kohlenhydrate (Stärke, Zucker) enthalten, so dass bei auschließlicher Futtermischung ein Mangel besonders an tierischem Eiweiß und Vitamin A entstehen würde. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Kalzium und Phosphor ungünstig, so dass es für Jungtiere zu ungenügender Einlagerung von Mineralstoffen in den Knochen kommen kann (siehe bei Krankheiten "Vitamin- und Mineralstofferkrankungen")

Samen sind eine Nahrung mit hoher biologischer Wertigkeit. Sie sind gut verdaulich und besitzen einen hohen Nährstoffgehalt, wodurch sie ausgesprochen energiereich sind. Durch das Entspelzen vor dem Verzehr senken die Vögel den Ballaststoffgehalt.

Samen lassen sich nach ihren Hauptinhaltsstoffen unterteilen in:

  • Kohlenhydratreiche Samen: Reis, Glanz, Getreide, Grassamen, Gerste, Hafer, Mais, Weizen, Kolbenhirse, Platahirse, Rote Hirse, Silberhirse
  • Ölhaltige Samen: Bucheckern, Erdnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Mohn, Perilla, Negersaat, Sesam- und Leinsaat, Hanf, Rübsen, Paranüsse, Pinienkerne, Pistazien, Walnüsse

Um einem Mangel an Eiweiß durch ausschließliches Körnerfutter vorzubeugen, wird zusätzlich tierisches Eiweiß in Form von Ei (10 Minuten kochen), Quark, Frischkäse, Joghurt oder Schabemett angeboten. Ein erhöhter Eiweißbedarf besteht während der Mauser und in Zeiten der Eibildung.

Zum Knabbern und zur Beschäftigung werden besonders im Frühjahr Obstbaumzweige mit frischen Knospen angeboten. Sie zeichnen sich sowohl durch ihren Eiweißgehalt als auch durch den hohen Anteil an Gerbsäuren und Ballaststoffen aus.

Unter Keimfutter versteht man längere Zeit im Wasser gequollene und gekeimte Samen. Durch diese Vorbehandlung kommt es zu besserer Verdaulichkeit und zur Anreicherung von Vitaminen. Auch der eiweißgehalt wird erhöht. Bei diesem Futter ist aber Vorsicht bei warmen Wetter geboten! Es kann verderben, und Schimmelpilze können sich entwickeln.

Die tägliche Wasseraufnahme eines Vogels schwankt zwischen 10-50 % des Körpergewichtes und ist von der Umgebungstemperatur und der Futterbeschaffenheit abhängig. Nicht zuletzt wegen dieses ungleichmäßigen Wasserkonsums ist die Verabreichung von Medikamenten über das Trinkwasser problematisch und relativ unsicher.

Mit dem Trinkwasser nimmt der Vogel auch Jod auf, welches in die Schilddrüsenhormone eingebaut wird. Da der Vogel auch Mineralstoffe mit dem Trinkwasser aufnimmt, sollte weder abgekochtes, noch gefiltertes Wasser gegeben werden, eher eignet sich Mineralwasser ohne Kohlensäure oder normales Leitungswassser (ungechlort).



Mineralstoffe

Diese anorganischen Substanzen werden vermehrt zu Zeiten des Wachstums, der Mauser und der Legetätigkeit gebraucht. Die einfachste und günstigste Möglichkeit ist Zugabe von zerkleinerten Eischalen (von 10-Minuten-Eiern) oder Muschelkalk zum Futter (Muschel- und Sepiaschale müssen vorher wässern, da Salz in hoher Konzentration giftig ist für Vögel). Mangel an Kalzium und Phosphor führt bei Jungvögeln zu Rachitis, bei Altvögeln zu Knochenweiche. In der Zuchtperiode kann es zu Legenot kommen.

Während der Behandlung mit manchen Antibiotika (Tetracycline) sollte auf die Gaben von Kalk verzichtet werden, da es sonst zu einer Neutralisierung des Antibiotikums kommt.



Hier findet ihr eine tolle Auswahl an leckeren Knabbersachen und gesundem Knabberspaß

Vogel


 
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